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Solarenergie und Wasserstoff als Kraftstoffe der Zukunft

Fahren wir bald mit Energie aus Sonne und Wasser? Alternative Kraftstoffe stehen zurzeit im Zentrum der Forschung der Automobil-Branche. Schon bald soll das erste Solar-Auto den Markt erobern. Und auch Wasserstoff-betriebene Fahrzeuge sind schon heute auf den Straßen unterwegs.

Autofahren mit der Energie der Sonne. Das verspricht das Solar-Auto Lightyear One, von dem noch in diesem Jahr 946 Stück auf den europäischen Markt kommen sollen. Entwickelt wurde es von niederländischen Maschinenbau-Studenten. Investoren stellten etwa 48 Millionen US-Dollar für das Solarmobil zur Verfügung.

Mit seinen fünf Quadratmetern Solarzellen auf dem Dach und einer sehr leichten Karosserie aus Aluminium und Kohlefaser verspricht es eine Reichweite von 700 Kilometern. So lässt es nicht nur herkömmliche Elektroautos blass aussehen, es kann sogar mit der Reichweite eines Verbrenners mithalten. Mit einem Preis von 150.000 Euro ist das Solarmobil für viele Bürger allerdings noch eine Utopie.

Auch in Sachen Wasserstoff schreitet die Technologie in großen Schritten voran. Dieser wird immer häufiger aus nachhaltiger Energie gewonnen, statt wie bisher aus umweltschädlichem Erdgas. Einige Länder Europas sowie die EU haben Roadmaps für Wasserstoff als Energielieferant entwickelt, in der die einzelnen Schritte auf dem Weg zur Förderung des Kraftstoffes festgelegt sind. Vor allem für Lkw wird der Kraftstoff als Hoffnungsträger gesehen, da er deutlich weitere Reichweiten ermöglicht und sich ähnlich wie Diesel und Benzin an Tankstellen nachfüllen lässt. Erste Lkw-Teststrecken mit Wasserstofftankstellen sollen den Realbetrieb schon bald möglich machen. Insgesamt wären aber allein in Deutschland rund 1.000 Wasserstoff-Tankstellen nötig, um eine flächendeckende Infrastruktur zu ermöglichen.

Doch auch batteriebetriebene E-Autos, die an der Steckdose mit Storm geladen werden können, werden zunehmend effizienter. Der Batteriehersteller Varta hat mit der Produktion von sogenannten „Powerzellen“ begonnen. Diese lassen sich innerhalb von sechs Minuten vollständig aufladen und sind mit nur 2,1 Zentimeter im Durchmesser und 7 Zentimeter Höhe sehr klein, so dass sie problemlos in unterschiedliche Autos verbaut werden können. Schon im Jahr 2024 will das Unternehmen 100 bis 200 Millionen dieser „Powerzellen“ produzieren können.

Es tut sich also einiges bezüglich der alternativen Kraftstoffe. Wie lange es dauern wird, bis die Fahrzeuge mit den neuen Technologien zu bezahlbaren Preisen auf dem Markt sind, ist aber noch nicht absehbar.

Diesel und Benziner werden daher wohl noch für längere Zeit das Mittel der Wahl für die meisten Bürger sein. Mit ihnen wird der Kampf um die Verbrenner in den Innenstädten weitergehen.