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E-Fuels besser als Batterie?

Bill Gates hat sich für die alternativen Kraftstoffe ausgesprochen, an denen unter anderem auch Porsche forscht. Gerade für größere Fahrzeuge und andere Transportmittel wie Schiffe und Flugzeuge sei der batteriebetriebene Weg falsch.

Nicht zuletzt um die alten Sportflitzer auf den Straßen zu halten, forscht Porsche an alternativen Kraftstoffen. Diese E-Fuels werden mit Strom hergestellt und können dann ganz normal über den Tank eines Verbrennungsmotors genutzt werden. So könnten die ikonischen Porsche-Fahrzeuge aus den letzten Jahrzehnten auch nach Ende des Verbrenners weiter auf den Straßen unterwegs sein.

Auch Bill Gates hält die Fahrzeuge mit der alternativen Technologie für zukunftsfähig, sieht sie sogar vor den bereits viel genutzten batteriebetriebenen Fahrzeugen. Die Reichweite der klassischen Elektro-Autos sei ein großes Problem. Diese müssten immer schwerer werden, um weite Strecken zurücklegen zu können. Wenn dann auch noch Waren oder viele Personen transportiert werden sollen, müssten die Batterien bis zur Unmöglichkeit wachsen, um die nötige Energie liefern zu können. Dieses Problem gebe es bei den E-Fuels nicht. Daher sieht Gates die alternativen Kraftstoffe gerade für größere Fahrzeuge wie Lkw, aber auch Schiffe und Flugzeuge als vielversprechend.

Noch sind die E-Fuels bei der Herstellung aber etwa drei- bis siebenmal so teuer wie fossile Brennstoffe. Dies liegt daran, dass bei der Umwandlung der Ausgangsprodukte, also Wasser und CO2, viel Energie verloren geht, bis das Endprodukt entsteht.

Als großen Vorteil hingegen, sieht Gates, dass das CO2 direkt aus der Atmosphäre oder von industriellen Prozessen gewonnen werden kann. Bei der Verbrennung der E-Fuels werden also keine zusätzlichen Emissionen freigegeben, sondern nur das zuvor eingefangene CO2 wieder abgegeben.

Egal ob Batterie oder E-Fuel, entscheidend ist immer, ob der Storm, der die Energie liefert, nachhaltig ist. Wird er zum Beispiel aus Kohle gewonnen, kann auch das effizienteste, grünste Fahrzeug nicht wirklich gut für das Klima und die Umwelt sein.

Ob Bill Gates recht behält, wird erst die Zukunft zeigen. Möglich wäre, dass sich Batterie und E-Fuels ergänzen und unterschiedliche Anteile des Marktes für sich beanspruchen. Stehen die beiden Technologien in Konkurrenz zueinander, würde dies auch ihre Weiterentwicklung fördern. So könnte die Mobilitätswende eine echte Chance haben.