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Umweltzonen retten jährlich 60.000 Leben

Deutlich weniger Menschen in Europa sterben an den Folgen von Luftverschmutzung. Fahrverbote und sauberere Autos tragen zu dieser Verbesserung bei.

Die Luft in Europa wird sauberer. Ein am Montag veröffentlichter Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt, dass verglichen zu 2009 im Jahr 2018 bis zu 60.000 Menschen weniger an den medizinischen Folgen von Feinstaubbelastung starben. Auch Todesfälle durch Stickoxide seien deutlich zurückgegangen, und dass trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens. 

Die Verbesserungen der Luftqualität seien vor allem dem Verkehr und der Energieversorgung zuzuschreiben. Eine Zunahme von Elektroautos und Verbrennern mit geringeren Emissionen, aber auch Verbote von alten, dreckigen Fahrzeugen in den Städten zeigten Wirkung. Weiterhin zu hoch seien Emissionen durch die Landwirtschaft und das Heizen. Vor allem in Osteuropa sei die Luft weiterhin deutlich zu schlecht und überschreite die EU-Grenzwerte. Dies sei der Fall in Bulgarien, Italien, Kroatien, Polen, Rumänien und Tschechien. Im Norden Europas hingegen, also zum Beispiel in Estland, Finnland, Island und Irland sei die Luft so gut, dass sogar die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte eingehalten werden. Diese sind noch deutlich strikter als die gesetzlich festgelegten Grenzwerte der EU.

In urbanen Gebieten, in denen EU-Grenzwerte eingehalten werden, sind die WHO-Werte weiterhin meist überschritten, so dass drei von vier EU-Bürgern in Städten Feinstaubbelastungen oberhalb von gesundheitsschädlichen Werten ausgesetzt sind. Beim Ozon ist fast jeder Bewohner in den Städten betroffen. Dem Bericht der EEA zufolge starben somit immer noch ca. 417.000 Menschen an Feinstaub (PM 2.5), 55.000 Menschen an Stickoxiden und 20.600 Menschen durch Ozon. EU-Kommissar Sinkevičius sieht die Werte der WHO als ausschlaggebend: „Wenn wir Erfolg haben und die Gesundheit der Menschen und die Umwelt umfassend schützen wollen, müssen wir die Luftverschmutzung weiter reduzieren und unsere Luftqualitätsnormen stärker an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation angleichen.“ 

Somit sind weitere Dieselfahrverbote und striktere Regeln in den Umweltzonen Europas auch in den kommenden Jahren wahrscheinlich, um die Werte weiterhin zu senken. Deutlich mehr sollte dann aber auch in eben jenen Bereichen getan werden, die in den letzten Jahren wenig Verbesserung gezeigt haben, also zum Beispiel in der Landwirtschaft und anderen Teilen der Industrie. 

Um alle bisherigen Umweltzonen und deren Regeln bestens im Blick zu behalten hilft dir wie immer unsere Green-Zones App.