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Paris setzt auf Videoüberwachung

Die Kontrollen in der Pariser Umweltzone sollen in diesem Jahr automatisiert werden. Fahrer, die mit einer nicht zugelassenen Plakette in den Großraum Paris einfahren, können dann durch Kamerasysteme identifiziert und bestraft werden.

Fahrzeuge, die keine Plakette oder eine Plakette der Kategorie 5 haben, sind aus dem Pariser Großraum an Wochentagen seit Mitte 2019 zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr abends ausgeschlossen.  49 der 79 Pariser Gemeinden und somit mehr als 70% der Bevölkerung sind von den Maßnahmen betroffen. Noch wurden meist nur Verwarnungen ausgesprochen. Ab Juni 2021 ist die Schonfrist vorbei und auch Fahrzeuge mit einer Plakette der Kategorie 4 sind dann im Großraum der französischen Hauptstadt strikt verboten. In Paris selbst sind die Plaketten 4 und 5 und natürlich Fahrzeuge ganz ohne Plakette schon jetzt von 8 bis 20 Uhr ausgeschlossen und Verstöße werden mit Bußgeldern von 68€ geahndet.

Um die Kontrollen einfacher zu machen, soll in diesem Jahr eine Videoüberwachung eingeführt werden. Ähnlich wie Blitzer für Geschwindigkeitsüberschreitungen sollen Fahrzeuge identifiziert und Strafzettel ausgestellt werden. Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbar hat mit den verschärften Kontrollen vor allem die Verbesserung der Luftqualität im Blick: "Umweltzonen sind keine Frage von Verkehrsverstößen, sondern eine Frage der öffentlichen Gesundheit. Es stehen Menschenleben auf dem Spiel“

Um Verstöße zu erkennen wird ein Beamter notwendig sein, der die Kameraaufnahmen überprüft. Dieser kann bei Verstößen gegen die Regeln der Umweltzone dann Strafzettel an die Halter der Fahrzeuge ausstellen.  Zurzeit müssen Fahrzeuge noch individuell auf der Straße kontrolliert werden, was deutlich zeitaufwendiger und kostspieliger ist. Kontrollen erfolgen daher meist nur bei schlechter Luftqualität.

Die Kameraüberwachung würde die Kontrollen also deutlich effizienter machen. Damit ist auch wahrscheinlich, dass sich immer mehr Menschen an die Regeln halten werden, oder aber mehr Geld in die Kasse der Stadt kommt. In Belgien erfolgen die Kontrollen in den Umweltzonen bereits durch Kameras. Allerdings werden hier keine Plaketten, sondern die Kennzeichen der einfahrenden Fahrzeuge überprüft und so kontrolliert, ob das Fahrzeug einfahren darf.

Eine Überprüfung der Umweltzonen durch Kamerasysteme wäre auch in anderen Ländern Europas denkbar. Da Kameras für die Überwachung des Verkehrs sowieso bereits vorhanden sind, wäre die Umstellung ein Leichtes, sollte sich das System in Paris als erfolgreich erweisen. Dann würde es für Halter von alten Fahrzeugen teuer werden.

Um Bußgelder im Großraum Paris und anderen Städten Frankreichs und Europa zu vermeiden nutze unsere Green-Zones App, die dich über die Regeln der Umweltzonen informiert.