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Das Auto als sichere Blase

Psychologie kann Berge versetzen; das Auto im März 2020 als Rückzugsraum? Begrenzt.

Das Automobil kann wahrlich auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Es veränderte die Welt, und die Menschen samt ihrer Art zu leben gleich mit.  
Wie schnell sich die Geschichte allerdings ändern kann, weiß das Auto ebenfalls nur zu gut.  
Von dem gefeierten Transportmittel der Herzen zu einem Luftverseucher, einer Dreckschleuder: plötzlich war Autofahren tödlich und krankmachend.  
Das Bewusstsein der Gesellschaft ändert sich in diesen Tagen allerdings erneut. Die Menschheit steht vor einer nie gekannten Krise, vergleichbar mit einem globalen Konflikt wie dem 2. Weltkrieg: Und damit ist in diesem Moment nicht der Kampf gegen Luftverschmutzung gemeint.
Und genau in diesen Tagen bietet das Auto einen, nicht nur psychologisch gesehen, sicher anmutenden Rückzugsort, eine Art paradiesischer Käfig gegen das Virus Corona, was uns alle in diesen Frühlingstagen heimsucht. Natürlich schützt das Auto auch physisch, wie es es immer getan hat. 

Das Privatfahrzeug steht für manch einen gerade für weitaus mehr als unabhängige Mobilität, sondern transportiert ein Gefühl von Sicherheit. Keine hustenden Menschen in Bus und Bahn, sondern hermetisch versiegelter Raum. Nicht in den eigenen vier Wänden im Homeoffice, sondern mit der gläsernen Kapsel sicher und gesund durch „da draußen“, die alten Pioniere hätte es gefreut. 

Die drohende Ausgangssperre, welche unausweichlich auch Deutschland die nächsten Tage treffen wird, und Corona werden das allerdings ändern – wie alles gerade um uns herum.