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Tschechische Umweltzone erklärt

Die einzige Umweltzone in Tschechien befindet sich in Prag. Genauer gesagt sind es zwei Zonen in der Stadt.

Die erste umfasst den Prager Bezirk 1. Dort dürfen Lkw und Reisebusse über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht nur einfahren, wenn sie mindestens die Euronorm 4 haben. Doch aufgepasst: Auch Fahrzeuge, die den Abgasbestimmungen entsprechen, müssen sich vorher schriftlich direkt bei der Stadt Prag registrieren, sonst drohen Strafen bis zu 100 Euro. Da die Innenstadt Prags von vielen Reisebussen befahren wird, gilt die Regelung rund um die Uhr, für Lkw aber nur zwischen 8 und 18 Uhr.

Die zweite Umweltzone umfasst die Bezirke Prag 1 und 2. Hier müssen alle Lkw, die schwerer sind als 6 Tonnen mindestens der Euronorm 4 entsprechen. Auch hier drohen Strafen, wenn man sein Fahrzeug nicht rechtzeitig bei der Stadt Prag angemeldet hat. Die zweite Umweltzone ist 24 Stunden aktiv.

Bei der Anmeldung der Fahrzeuge bei der Stadt müssen neben den üblichen Angaben wie Fahrzeugschein, Kennzeichen und Fahrzeugtyp auch der Grund der Einreise angegeben werden. Bei Bussen muss zusätzlich die gesamte Strecke im Voraus bekanntgegeben werden.

Es ist geplant, Plaketten einzuführen, die sich am deutschen System orientieren. Beide Regierungen werden dann wahrscheinlich die Plakette des jeweils anderen Landes anerkennen. Wann es so weit ist, weiß keiner so genau. Schließlich wurde die Zone Prag 1 bereits 1999 eingeführt und es gibt bis dato noch keine Umweltplaketten.