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Schiffsverkehr verantwortlich für Fahrverbote?

Der Naturschutzbund NABU schlägt in Hamburg Alarm. Der Schiffsverkehr sei einer der größten Verursacher von Stickoxid und müsse stärker kontrolliert werden.

Der zulässige Mittelwert würde zwar bisher nicht überschritten, dennoch sei Vorsicht geboten, wie Malte Siegert gegenüber dem Nachrichtenmagazin ntv bestätigt: „"Die Belastungen sind punktuell gewaltig und in der Summe unserer Einschätzung nach gesundheitlich für die Anwohner und Anwohnerinnen besorgniserregend."
Laut NABU ist in Küsten- beziehungsweise Hafennähe der Schiffsverkehr und die extrem hohe Einzelbelastung nahezu immer auf Schiffsdurchfahrten zurückzuführen. Siegert forderte in diesem Zusammenhang die Hansestadt auf, mehr Messdaten zu erheben und die Bewohner über die konkrete Gefahr für die Gesundheit zu informieren.
Frachtschiffe mit ihren riesigen Motoren verbrauchen logischerweise eine enorme Menge an Kraftstoff, meistens zudem Diesel, der auf einmal verbrannt und ausgestoßen wird. Laut NABU könnte man neben häufigerem Messen die Konzerne und Reedereien dazu verpflichten, saubereren Treibstoff zu tanken.
Saubere Luft sicherzustellen ist zwar kostenaufwendig, aber gerade in Zeiten von Corona sei es wichtig, dass Atemwege geschont werden würden, so Siegert weiter.
 
Kraftfahrzeugfahrer fordern seit längerem, die Schifffahrt stärker zu reglementieren, und äußern vereinzelt den Verdacht, die Emissionen des Schifffahrtsverkehrs sei indirekt auch für die Umweltzonen und Fahrverbote auf europäischen Straßen verantwortlich.