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Lenkt Stuttgart nun doch ein?

Wie die letzten Wochen öfter berichtet, entscheiden sich viele Metropolen gerade für besondere Maßnahmen im Verkehrssektor.

Dort, wo sich sonst LKW und PKW dichtgedrängt und im tiefsten Abgasnebel ihren Weg durch Straßennetze internationaler Großstädte bahnen, herrscht teilweise gähnende Leere. Das ruft das Fahrrad auf den Plan, was jüngst wieder mehr Beliebtheit als sonst erfährt. Freigegebene Kraftfahrzeugspuren für Drahtesel sind momentan in Metropolen angesagt. New York, Wien, Bogota, Düsseldorf, Berlin, Paris sind nur einige Städte, die sich bereits entschlossen haben oder intensiv zurzeit darüber nachdenken, entsprechende Projekte umzusetzen.
Während manche Städte schnell und einsichtig bereits vor knapp zwei Wochen alle Hebel in Bewegung setzen, um erwähnte Maßnahmen in die Realität umzusetzen, sträubte sich die Metropole mit der wohl berühmtesten Umweltzone der Bundesrepublik, Stuttgart, die Statuten hierzu locker beziehungsweise temporär komplett auszusetzen.
Doch nun scheint am Neckar der Verstand eingeschossen zu sein. So rechnet Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) damit, dass alsbald die Fahrverbote in der Motorstadt überflüssig werden. „Ich gehe davon aus, dass sich in Stuttgart Fahrverbote wegen Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte damit erledigt haben. Ich hoffe, dass wir jetzt insgesamt um diese Problematik herumkommen“, erklärte der Grünen Politiker gegenüber der Stuttgarter Nachrichten.
Bei all dem bisher erlebten Chaos rund um das Thema Stuttgarter Umweltzone eine Nachricht, die mit Vorsicht und gebotener Skepsis abzuwarten bleibt.